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Back to the Roots: Was ist eigentlich Yoga?

4 Apr 2019
durch Hannah

Es ist 9:30 Uhr morgens in einem Yogastudio in Köln und ich übe meinen ersten Sonnengruß des Tages. Einatmen, Arme über die Seiten nach oben, ausatmen, Arme nach unten und in die stehende Vorwärtsbeuge, Padahastasana. „Hm,“ denke ich mir, „da kamst du aber auch mal weiter runter.“ Während ich meine beiden Knie abwechselnd beuge, um sie zu dehnen und warm zu werden, geht’s in meinem Kopf weiter: „Wieso werde ich beim Yoga eigentlich nicht besser??“

„Hm,“ denke ich mir auch im Nachhinein, als ich über meine Reaktion noch einmal nachdenke. Besser sein im Yoga – eigentlich ein sehr unyogisches Ziel, oder nicht? Es gibt kein gut oder schlecht beim Yoga, und sich dabei mit anderen zu vergleichen, hinterlässt kein Gefühl von innerer Zufriedenheit. Und trotzdem erwische ich mich manchmal dabei, wie ich zum perfekten Spagat meiner Matten-Nachbarin rüber spicke.

Back to the Roots: Das ist Yoga

Vielleicht hilft es mir, wenn ich mich auf die eigentliche Bedeutung von Yoga zurückerinnere. Yoga bedeutet: Die Vereinigung von Körper und Geist. Mit sich ins Reine kommen, das ewige Gedankenkarussell stoppen und im Hier und Jetzt in Balance zu sein. Sich selbst zu lieben. Die körperlichen Übungen stellen dabei nur einen Aspekt dar, Yoga wirkt auch auf emotionaler und mentaler Ebene. Interessant dabei ist, dass unser heutiger Fokus auf die körperbetonten Asanas ursprünglich nur Mittel zum Zweck waren: Die Yogis übten sie, damit sie möglichst lange ohne körperliche Beschwerden im Meditationssitz ausharren konnten.

Tatsächlich sind die Asanas nach dem Yoga-Prinzip von Patanjali nur eine von acht Stufen des Yoga. Sein achtgliedriger Pfad umfasst:

  1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt
  2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst
  3. Asanas – der Umgang mit dem Körper
  4. Pranayama – der Umgang mit dem Atem
  5. Pratyahara – der Umgang mit den Sinnen
  6. Dharana – Konzentration
  7. Dhyana – Meditation
  8. Samadhi – die höchste, innere Freiheit

Yoga ist Selbstliebe

Es gibt viele Definitionen von Yoga, und dies ist nur eine davon. Aber mir zeigt sie deutlich, dass eine stehende Vorwärtsbeuge nur ein sehr kleiner Teil davon ist, was Yoga in seiner ursprünglichen Form eigentlich bedeutet ;) Gerne fordere ich mich mit neuen Asanas heraus. Aber wenn’s nicht klappt, heißt das nicht, dass ich ein schlechter Yogi bin und „besser“ werden muss. Denn das ist das ist absolut nicht im Sinne der Yoga-Lehre: Sich einzureden, nicht gut genug zu sein.

Letztendlich glaube ich, dass jede/r Übende/ Yoga anders definiert. Die einen finden in ihrer Praxis Ruhe und wieder zu sich selbst, die anderen freuen sich auf ein schweißtreibendes Vinyasa-Workout zum Auspowern. Und ist das ja auch das Schöne daran, denn: Yoga ist frei. So lange man eines dabei nicht vergisst – Sich selbst zu lieben.

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