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Curvy Yoga und Yoga XL: Mehr Vielfalt und Toleranz auf und neben der Matte

6 Nov 2019

Von Menschen, die noch nie Yoga ausprobiert haben, höre ich oft den Satz „Ne, für Yoga bin ich doch viel zu ungelenkig“, oder: „Yoga? Mit meiner Figur? Das geht doch nicht“. Vorurteile, die sich trotz wachsender Yoga-Beliebtheit wacker halten. Und wer kann es ihnen verdenken, schließlich erzählt mir mein Instagram-Feed dasselbe: Yoga-praktizierende Menschen sind schlank, extrem durchtrainiert und können sich mit ihren Zehen hinter den Ohren kratzen. Die körperbetonte westliche Form des Yoga wirkt für Menschen, die diese Eigenschaften nicht erfüllen, oft wie eine geschlossene Gesellschaft, bei der sie nicht auf der Gästeliste stehen. Es ist Zeit, mit dieser Stigmatisierung endlich aufzuräumen – denn Yoga ist für Alle!

Back to the Yoga-Roots: Vereinigung statt Ausgrenzung 

Die uralte indische Yoga-Lehre besagt nämlich nicht, dass nur Menschen mit einer bestimmten Körperform Yoga praktizieren können und die anderen ausgegrenzt werden. Im Gegenteil: Die Lehren stehen allen offen und wurden zum Wohle der Allgemeinheit entwickelt. Das Ziel von Yoga in seiner ursprünglichen Form ist es, Körper, Geist und Seele mit dem höheren, schöpferischem, göttlichen Prinzip zu vereinigen. Hier geht es nicht nur um die körperliche Flexibilität, sondern auch um innere Balance und Erfüllung. Außerdem zielt Yoga darauf ab, den eigenen Körper besser kennen zu lernen, seine Grenzen zu akzeptieren und lieben zu lernen. Anders gesagt: Nicht jede*r kann sich anatomisch gesehen mit den Zehen hinter den Ohren kratzen – das sollten wir akzeptieren ;)

Wenn wir Erfahrungen wie die von Anja Liedtke hören, die in einer Yogastunde von der Kurslehrerin gesagt bekam, sie solle sich doch besser nach hinten stellen, damit die anderen auch was sehen können, ist das das Gegenteil von Yoga. Es ist pures Body-Shaming – und ein nachvollziehbarer Grund, nie wieder einen Fuß in ein Yogastudio zu setzen. Anja Liedtke sagte sich stattdessen: „Es kann doch nicht sein, dass der Mensch sich an Yoga anpasst. Eigentlich müsste sich die Bewegungsform doch an den Menschen anpassen.“ Sie machte eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin und bietet heute in Darmstadt Kurse für übergewichtige Menschen an.

 „Yoga XL“, „Curvy Yoga“ – “Every Body Yoga”!

Denn Fakt ist: Jede*r kann Yoga machen! Es gib nicht nur eine Form des Yoga, das ist ja gerade das Tolle daran. Für Menschen mit Übergewicht ist das wichtigste, die Gelenke nicht zu überlasten. Besser: Mit einer sanften Yoga-Praxis starten um schonend Muskeln aufzubauen. Bei YogaEasy gibt Buchautorin und Yogalehrerin Birgit Feliz Carrasco weitere Yoga XL-Tipps – schaut mal rein.

Nicht jede*r fühlt sich jedoch in einer klassischen Yogastunde gut aufgehoben. Mittlerweile ist „Yoga XL“ oder „Curvy Yoga“ in vielen Städten ein fester Bestandteil des Yoga-Programms. In Köln ist es noch etwas schwierig ein entsprechendes Angebot zu finden. Zumindest ist es uns bei unserer Recherche auf die Schnelle nicht gelungen. Daher unser Apell an die Kölner Yoga-Community: Wo in unserer Lieblingsstadt gibt es Yoga-Angebote für Menschen mit Übergewicht oder körperlichen Einschränkungen? Schickt uns gerne eine Mail an [email protected] und wir veröffentlichen eure Kurse hier in unserem Blog.

Wir hätten natürlich lieber ein „Every Body Yoga“ – aber auch Birgit Feliz Carrasco empfiehlt, bei Unsicherheiten in einen speziellen Kurs für übergewichtige Menschen zu gehen. Die Yogalehrer*innen sind dann entsprechend ausgebildet und wissen, welche Asanas besonders wohltuend sind oder gegebenenfalls etwas modifiziert werden müssen.

Wir brauchen mehr Akzeptanz, Toleranz und Offenheit

Das Thema liegt uns bei OM Inside sehr am Herzen. Unser Anspruch ist es, auch Menschen mit großen Größen eine Auswahl an schönen Yoga-Klamotten zu bieten. Leider fällt uns dabei immer wieder auf: Wenn es nach der Meinung einiger großer Labels ginge, praktizieren nur die kleinen Konfektionsgrößen Yoga. Tatsächlich äußern sich auch hin und wieder  Kund*innen erstaunt, wie viele Kleidungsstücke in großen Größen wir im Laden hängen haben. Aussagen wie „Dicke machen doch kein Yoga“ sind dabei zu hören.

Wir finden, Yoga sollte ein geschützter Raum sein für alle Menschen, in dem sich alle wohl und willkommen fühlen. Body-Shaming, Leistungsdruck und Ausgrenzung hingegen sollten draußen bleiben. Liebe Yoga-Community, wir wünschen uns mehr Liebe, Toleranz und Offenheit <3 Und mehr Vielfalt auf der Matte!

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