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Fair Fashion – Warum ist das denn so teuer?

13 Jun 2019
durch Hannah

„Faire und nachhaltige Kleidung ist ja super, mir persönlich ist das aber zu teuer“, oder „Ich kann es mir nicht leisten, faire Mode zu kaufen“ hören wir oft, wenn es um das Thema Fair Fashion geht. Und ja, es stimmt: Fair Fashion ist teurer als herkömmliche, sogenannte Fast Fashion. Hier aber unsere Gegenfrage: Wieso ist Mode eigentlich so günstig? Und wer sagt uns, dass konventionelle Kleidung nicht einfach schlichtweg zu billig ist?

Alle Yogaklamotten, die du in unserem Laden und im Onlineshop kaufen kannst, wurden unter fairen Arbeitsbedingungen und umweltfreundlich hergestellt. Doch Fair Fashion hat seinen Preis, denn Klamotten von großen Modekonzernen sind nicht ohne Grund so günstig. 

1. Schlechte Arbeitsbedingungen

Eigentlich ist uns mittlerweile allen bewusst, unter welchen Bedingungen unsere günstige Kleidung hergestellt wird. Die Mehrheit der konventionellen Modehersteller produziert in Ländern ohne geregelten Arbeitsschutz. In Deutschland und in anderen europäischen Ländern ist die Modeindustrie nämlich mit strengen Arbeitsschutzgesetzen reguliert – und deshalb teurer. Die Arbeitsverhältnisse in den Produktionsländern hingegen sind menschenunwürdig: Keine geregelten Arbeitszeiten, keine Pausen. Kein Urlaub, keine Krankenversicherung. Kinderarbeit ist immer noch an der Tagesordnung und Arbeiter/innen werden systematisch unterdrückt.

2. Ausbeuterische Ressourcengewinnung

Doch die Produktion eines Kleidungsstücks fängt eigentlich schon viel früher an: Mit dem Gewinn des Rohstoffes, aus dem unsere Klamotten gemacht sind. Konventionelle Baumwolle wird meist maschinell geerntet, was zu enormen Qualitätseinbußen führt. Um dies auszugleichen, werden die Felder mit Pestiziden und Düngemittel behandelt. Außerdem verbraucht der Anbau konventioneller Baumwolle eine ganze Menge Wasser: Ein Kilo benötigt in der Produktion zwischen 10.000 und 29.000 Liter – Und das in Ländern, in denen Wasser oft knapp ist. Bio-Baumwolle kommt mit 91 Prozent weniger Wasser aus und wird sorgfältig von Hand gepflückt, weshalb auf Pestizide verzichtet werden kann.

3. Giftige Chemikalien statt Naturfarben

À propos Chemikalien: Wusstest du, dass die Textilindustrie ca. 3.500 krebserregende, hormonell wirksame, oder anderweitig giftige Chemikalien einsetzt? Dieser Giftcocktail kommt beim Tragen auch in Berührung mit unserer Haut. Die Fabrikarbeiter/innen sind den gefährlichen Giften außerdem oft ohne Schutzkleidung ausgesetzt, viele leiden deshalb an Atemwegserkrankungen. Und das alles nur, weil Färben mit Naturfarbe teurer ist und die Farbe meist etwas dezenter wirkt.

Das alles nehmen wir für günstige Mode in Kauf...

...Und wenn wir mal ehrlich sind: Günstig muss sie sein, damit wir uns möglichst viel davon kaufen können. Denn Mode ist meistens nicht zeitlos, sondern nach ein paar Monaten schon wieder out. Große Modeketten produzieren bis zu 52 neue Kollektionen im Jahr. Das heißt: Ständig neue Must-haves, Trends und „It“-Teile. Anstatt den Wert unserer Kleidung wertzuschätzen, wird sie meist mit dem Wissen gekauft, dass wir sie in ein paar Monaten ohnehin wieder austauschen, weil sie uns nicht mehr gefällt. Und diese Wegwerfmentalität hat schreckliche Auswirkungen auf unsere Umwelt und das Leben zahlreicher Menschen.

Wie du dir Fair Fashion leisten kannst

Wir haben da einen Tipp für dich: Kaufe weniger, dafür aber ausschließlich absolute Lieblingsteile. Schlafe bei einer schwierigen Kaufentscheidung lieber nochmal eine Nacht darüber und überlege dir sorgfältig, wie gut das neue Teil sich mit den Kleidungsstücken in deinem Schrank kombinieren lässt. Und kaufe zeitlose und hochwertige Kleidung, denn dann musst du sie nicht nach wenigen Monaten wieder austauschen. Siehe da: Weil du weniger Klamotten kaufst, sparst du Geld – und dann kannst du dir auch faire Kleidungsstücke leisten :) 

Um es nochmal zusammenzufassen: Ja, Fast Fashion ist viel zu günstig. Die Kosten unserer Wegwerfmode tragen sowohl die Menschen, die unsere Klamotten herstellen, als auch unsere Umwelt: Die Textilindustrie gilt hinter der Ölindustrie als zweitschmutzigste Industrie weltweit. Wir sind aber der Meinung: Mit bewussterem Einkaufen können wir alle dazu beitragen, die Modewelt fairer und nachhaltiger zu gestalten. Jede Kaufentscheidung ist eine Stimme. Nutze sie für eine gerechtere und saubere Welt. Also, viel Spaß beim Fair-Shopping! ;)

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